Übersicht

Allgemeine Beschreibung

Die Audio-Netzwerkschnittstelle ANI4IN von Shure wandelt 4 analoge Audiokanäle in unabhängige Digital-Audiokanäle in einem Dante™-Netzwerk um. Mikrofon-, Zusatz- und Leitungspegel-Geräte werden mit regulierbarer Verstärkung und +48 V Phantomspeisung für jeden Kanal unterstützt. Für vernetzte Konferenzsysteme bietet die Audio-Netzwerkschnittstelle eine einfache Art und Weise, analoge Geräte wie etwa drahtlose Mikrofone an das Audio-Netzwerk anzuschließen. Die Webanwendung steuert die Signalführung und Kanaleinstellungen von einem an dasselbe Netzwerk angeschlossenen Computer.

Modellvarianten

ANI4IN-XLR: Vier XLR-Eingänge (nur symmetrisches Audio)

ANI4IN-BLOCK: Vier 6-polige Blockstecker-Eingänge (symmetrisches Audio und Logikanschlüsse)

Hardware und Installation

Hardware

Blocksteckermodell:

XLR-Modell:

① Eingangssignal-/Übersteuerungsgrenze-Anzeigen

Jede Anzeige bezieht sich auf einen einzelnen Eingangskanal. Wenn die LED rot aufleuchtet, den Pegel vom Audiogerät bedämpfen, um ein Übersteuern an der Eingangsstufe zu vermeiden. Analoge und digitale Gain-Einstellungen erfolgen in der Webanwendung.
LED-Zustand Audio-Signalpegel
Off weniger als –60 dBFS
Grün –60 dBFS bis –18 dBFS
Gelb –18 dBFS bis –6 dBFS
Rot –6 dBFS oder mehr

② Audio- und Logikeingänge

Hinweis: Nur die Blocksteckerversion verfügt über Logikanschlüsse

Blockeingänge: Jeder Eingang empfängt symmetrische Audio- und Logiksignale. Die Pinbelegungen sind wie folgt:

Audio +

Audio –

Audio-Masse
Switch Logik-Stummschaltung (vom Mikrofon gesendet)
LED Logik-LED (vom Mikrofon empfangen)
Masse Logikerdung

XLR-Eingänge: Jeder Eingang empfängt ein symmetrisches Audiosignal. Die Pinbelegungen sind wie folgt:

1 Masse
2 Plus
3 Minus

③ Gehäusemasse-Schraube

Ermöglicht optionalen Anschluss für Mikrofon-Massekabel an Gehäusemasse

Hinweis: trifft nur für Blocksteckerversion zu

④ LED-Anzeigen

Spannungsversorgung: Power Over Ethernet (PoE) vorhanden

Hinweis: Hinweis: Einen PoE-Injektor nutzen, falls der Netzwerk-Schalter PoE nicht liefert.

Netzwerk: Netzwerkverbindung ist aktiv

Netzwerk-Audio: Dante-Audio im Netzwerk vorhanden

Hinweis: Fehlerdetails sind im Ereignisprotokoll in der Webanwendung zu finden.

Verschlüsselung: Wird derzeit nicht unterstützt

LED-Status Aktivität
Off Kein aktives Signal
Grün Gerät arbeitet einwandfrei
Rot Es ist ein Fehler aufgetreten. Details im Ereignisprotokoll.

⑤ Dante-Netzwerk-Anschluss

Stellt den Anschluss zu einem Netzwerk-Schalter her, um Dante-Audio zu senden, während von der Steuerungs-Software Power over Ethernet (PoE) und Daten empfangen werden. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Dante und Netzwerk.

⑥ Rücksetztaste

Setzt alle Geräteeinstellungen auf die Werkseinstellungen zurück.

Power Over Ethernet (PoE)

Dieses Gerät benötigt zum Betrieb PoE. Es ist sowohl mit PoE-Quellen der Klasse 0 als auch Klasse 3 kompatibel.

Power over Ethernet wird auf eine der folgenden Weisen bereitgestellt:

  • Ein Netzwerk-Switch, der PoE bereitstellt
  • Eine PoE-Einleitungsvorrichtung

Installation und Rack-Montage

Zwei Befestigungslösungen sind zur Montage der Audio-Netzwerkschnittstelle verfügbar:

CRT1-19-Zoll-Rackfach (optionales Zubehör): Unterstützt bis zu 3 Geräte; montierbar in einem Rack oder unter einem Tisch

Montagefach für Einzelgerät (im Lieferumfang enthaltenes Zubehör): Unterstützt ein Einzelgerät zur Montage unter einem Tisch

Befestigen der Geräte

Die im Lieferumfang enthaltenen Schrauben aus dem Montage-Kit zur Befestigung der Audio-Netzwerkschnittstellen verwenden. Audio-Netzwerkschnittstellen können jeder der beiden Richtungen zugewandt montiert werden. Die Schrauben von der Unterseite gemäß den folgenden Darstellungen in die entsprechenden Löcher einführen:

Die Löcher, wie dargestellt, zur Befestigung eines Einzelgeräts im Montagefach für Einzelgeräte ausrichten.

Die Löcher, wie dargestellt, zur Befestigung von bis zu drei Geräten im 19-Zoll-Rackfach ausrichten.

Anordnung der Rackmontagewinkel

Eine Kombination von bis zu 3 Audio-Netzwerkschnittstellen kann in einem einzelnen 19-Zoll-Rackfach montiert werden. Die verstellbaren Rackmontagewinkel unterstützen die Montage in einem Standard-Geräte-Rack oder unter einem Tisch.

Montage in einem standardmäßigen 19-Zoll-Rack

  1. Die Montagewinkel mit den Befestigungslöchern nach vorne zeigend ausrichten.
  2. Die zwei Schrauben anbringen, die den Montagewinkel, wie dargestellt, am Fach halten.

Untertisch-Montage

  1. Die Montagewinkel mit den Befestigungslöchern nach oben zeigend ausrichten.
  2. Die zwei Schrauben anbringen, die den Montagewinkel, wie dargestellt, am Fach halten.

Montage unter einem Tisch

  1. Das Fach unter einem Tisch an der gewünschten Stelle anhalten.
  2. Mit einem Bleistift die Stellen der Befestigungslöcher am Tisch markieren.
  3. Für die Schrauben 4 Löcher bohren. Der Durchmesser der Löcher im Fach beträgt 7,1 mm.
  4. Die Komponenten im Fach montieren
  5. Die 4 Schrauben eindrehen, um das Fach unter dem Tisch zu befestigen.

Rücksetzen

Die Rücksetztaste befindet sich in einem kleinen Loch an der Rückseite. Zum Drücken der Taste eine Büroklammer oder ein anderes kleines Werkzeug verwenden.

Es gibt zwei Funktionen zum Zurücksetzen der Hardware:

Rücksetzen des Netzwerks (die Taste 4–8 Sekunden lang gedrückt halten)

Setzt sämtliche Shure Control- und IP-Einstellungen für Netzwerk-Audio auf Werkseinstellungen zurück

Vollständiges Zurücksetzen auf Werkseinstellungen (die Taste länger als 8 Sekunden gedrückt halten)

Setzt alle Einstellungen für Netzwerk- und Webanwendungen auf die Werksvoreinstellungen zurück.

Optionen zum Zurücksetzen der Software

Eine der folgenden Optionen nutzen, um Einstellungen ohne ein vollständiges Rücksetzen der Hardware auf einfache Weise zurückzusetzen:

Gerät neu starten:In den Webanwendungen (Einstellungen > Werkseinstellungen) gibt es die Schaltfläche Gerät neu starten, mit der das Gerät aus- und wieder eingeschaltet wird, als ob es von der Stromversorgung getrennt worden wäre. Beim Neustart des Geräts bleiben alle Einstellungen erhalten.

Standardeinstellungen: Um Audioeinstellungen auf die Werkskonfiguration zurückzusetzen (mit Ausnahme von Gerätename, IP-Einstellungen und Kennworten), Voreinstellung laden auswählen und die Preset-Standardeinstellungen wählen.

Signalfluss und Anschlüsse

Einrichtung des Audio-Netzwerks

Vernetzte Konferenzsysteme von Shure bestehen aus Microflex Advance-Mikrofonen und Netzwerkschnittstellen, die lediglich in einem Dante -Netzwerk funktionieren. Weitere Hardware, darunter Netzwerk-Schalter, Computer, Lautsprecher und Audioprozessoren werden im Verzeichnis der Hardware-Komponenten beschrieben.

In dieser Übersicht dargestellte Komponenten von Shure:

Microflex Advance-Mikrofone

Das MXA910 und das MXA310 sind mit Dante-Ausgängen ausgestattet und direkt an einen Netzwerk-Schalter angeschlossen.

Audio-Netzwerkschnittstellen

Die Schnittstellen dienen dazu, analoge Geräte, wie etwa Lautsprecher und analoge Mikrofone, an das Netzwerk anzuschließen.

ANI4IN: Wandelt 4 Analogsignale (getrennte XLR- und Blockstecker-Modelle verfügbar) in Dante-Digitalaudiosignale um.

ANI4OUT: Wandelt 4 Kanäle von Dante-Audio aus dem Netzwerk in Analogsignale um.

Diese Abbildung zeigt den gesamten Signalpfad durch ein vernetztes Konferenzsystem. Signale vom nahen Ende und vom entfernten Ende werden durch einen Audio-Prozessor ausgetauscht, der an eine Telefonanlage angeschlossen ist, oder über einen Computer, der mit dem Internet verbunden ist. Analoge Mikrofone werden über Shure ANI4IN an das Netzwerk angeschlossen, während Lautsprecher über Shure ANI4OUT angeschlossen werden.

Diese Abbildung zeigt Microflex Advance-Komponenten im Zusammenhang, wobei zwei Räume miteinander über Video-Codecs miteinander kommunizieren.

Steuerung von Hardware und Audio über das Netzwerk

Audio- und Hardware-Einstellungen werden durch einen an demselben Netzwerk angeschlossenen Computer verwaltet.

Shure-Hardware und -Audio

Jede Microflex Advance-Komponente verfügt über eine Webanwendung, welche Misch- und Konfigurations-Werkzeuge zur Optimierung der Audioqualität bereitstellt.

Erweiterte Steuerung für analoge Geräte

Über eine Netzwerkschnittstelle (ANI4IN/ANI4OUT) von Shure an das Netzwerk angeschlossene analoge Geräte profitieren von einer zusätzlichen Fernsteuerung: Lautstärkepegel, Entzerrung und Signalführung werden über die Webanwendung geregelt. Beispielsweise kann jetzt die Einstellung des Lautsprecher-Lautstärkepegels oder das Stummschalten eines drahtgebundenen Mikrofons, was normalerweise von der Hardware aus bewerkstelligt würde, per Fernsteuerung über das Netzwerk erledigt werden.

Dante-Signalführung

Die Signalführung zwischen Geräten wird durch die von Audinate™ bereitgestellte Dante Controller-Software geregelt.

Anschlüsse und Signalfluss

① MX396 (Zwei Kapseln)

Zusätzlich zum Leiten der Audiosignale beinhaltet dieses Grenzflächenmikrofon drei zusätzliche Drahtleitungen für Logikanschlüsse. Dies ermöglicht dem Schalter am Mikrofon, ein Logik-Stummschaltungs-Signal an andere Geräte im Netzwerk zu senden und ein Logik-LED-Steuersignal zu empfangen.

② MX392

Zusätzlich zum Leiten des Audiosignals beinhaltet dieses Grenzflächenmikrofon drei zusätzliche Drahtleitungen für Logikanschlüsse. Dies ermöglicht dem Schalter am Mikrofon, ein Logik-Stummschaltungs-Signal an andere Geräte im Netzwerk zu senden und ein Logik-LED-Steuersignal zu empfangen.

③ ULX-D-Empfänger

Drahtlose Mikrofone werden an die Netzwerkschnittstelle über die symmetrischen Analogausgänge am Empfänger angeschlossen.

④ Netzwerk-Schalter

Stellt die Verbindung zwischen dem Dante-Audio-Netzwerk und dem Computer, der Signalverarbeitung und -führung steuert, bereit.

⑤ Computer

Ein Computer oder Tablet, der bzw. das die Webanwendung ausführt, bietet unabhängige Verstärkungssteuerung für jedes angeschlossene Gerät.

Eingang: Analog (4 XLR oder Blockstecker)

Jede Audio-Netzwerkschnittstelle verfügt über 4 Analogeingänge mit variablem Gain für Line-, Zusatz- und Mikrofonpegel-Signale. Beispiele von Geräten zum Anschluss an das Netzwerk mit der Audio-Netzwerkschnittstelle:

  • Drahtlose Mikrofonsysteme
  • Drahtgebundene montierte Mikrofone (Logikfunktionen werden durch Blocksteckermodell unterstützt)
  • Für Präsentationen genutzte Computer oder Mobilgeräte
  • Sonstige Wiedergabegeräte

Ausgang: Digitales Dante-Audio

Den Dante-Ausgang mit einem Netzwerkkabel an einen Netzwerk-Schalter anschließen. Ein einzelnes Netzwerkkabel überträgt alle 4 Kanäle von Audio über das Netzwerk und transportiert Power over Ethernet (PoE), um das Gerät mit Spannung zu versorgen. Dante Controller verwenden, um Audiokanäle von der Audio-Netzwerkschnittstelle an das entsprechende Ziel im Netzwerk zu führen. Jedes der Signale kann an mehrere Ziele geführt werden, um für lokale Verstärkung zu sorgen, während gleichzeitig Audio an das entfernte Ende übertragen wird.

Summierung

Die Audio-Netzwerkschnittstelle bietet Kanalsummierung, um Eingangssignale zu vereinigen und diese über einen einzelnen Dante-Kanal zu senden. Dadurch wird es möglich, alle Kanäle an ein Gerät mit einer begrenzten Anzahl von Dante-Empfangskanälen zu senden. Die Mischerfunktionalität ändert sich nicht; Audiokanäle werden einfach als ein vereinigtes Signal gesendet.

Hinweis: Wenn die Summierung aktiviert ist, wird ein Limiter aktiviert, um Signalüberlastung zu verhindern. Der Limiter hat keine Auswirkungen auf die Direktausgänge, sondern nur auf das summierte Signal.

Zur Aktivierung eine der Summierungsoptionen in der Symbolleiste an der Oberseite des Mischpults in der Registerkarte „Channels“ auswählen.

Beispielszenario

Eine übliche Anwendung, die Summierung erfordert, ist eine Videokonferenz, bei der mehrere Mikrofone vorhanden sind. Wenn ein Gerät (ein Computer, der beispielsweise Konferenz-Software und Dante Virtual Soundcard ausführt) lediglich 1 oder 2 Dante-Empfangskanäle unterstützt, vereinigt die Audio-Netzwerkschnittstelle die Eingangssignale, um als ein einzelner Dante-Kanal zu übertragen.

① Summiert analoge Audiokanäle

Wenn die 4 analogen Audiokanäle summiert werden, beinhaltet jeder der Dante-Sendekanäle sämtliche der Eingangssignale.

② Einzelner Dante-Audiokanal

Ein Dante-Signal wird über das Netzwerk gesendet, das alle 4 summierten Kanäle umfasst.

③ Anschluss an den Computer

Ein Computer, der eine begrenzte Anzahl von Dante-Kanälen mit Dante Virtual Soundcard betreibt, empfängt die gesamte Audiodateien an einem einzigen Kanal. Das Audio wird an das entfernte Ende gesendet.

Verschlüsselung

Audiodateien sind mit dem Advanced Encryption Standard (AES-256) verschlüsselt und entsprechen damit den Bestimmungen der Publikation FIPS-197 des National Institute of Standards and Technology (NIST) der US-Regierung. Geräte von Shure, die Verschlüsselung unterstützen, erfordern zum Aufbau einer Verbindung eine Passphrase. Die Verschlüsselung wird bei Geräten von Drittanbietern nicht unterstützt.

Zur Aktivierung der Verschlüsselung:

  1. Das Menü Einstellungen öffnen und die Registerkarte Allgemeines auswählen.
  2. Das Kontrollkästchen Enable Encryption auswählen.
  3. Eine Passphrase eingeben. Sofern dies das erste Gerät ist, eine Passphrase zur Nutzung mit allen weiteren angeschlossenen Geräten einstellen. Sofern ein anderes Gerät bereits über eine eingestellte Passphrase verfügt, jene gleiche Passphrase zum Aufbau der verschlüsselten Verbindung nutzen.

Wichtig: Damit Verschlüsselung funktioniert:

  • Die Verschlüsselung muss an allen angeschlossenen Shure-Geräten universell aktiviert oder deaktiviert sein
  • AES67 muss in Dante Controller deaktiviert sein, bevor die Verschlüsselung aktiviert oder deaktiviert wird

Installation, Verwaltung und Sicherheit der Software

Software-Installation und Device Discovery

Die Anwendung Shure Web Device Discovery dient zum Zugriff auf die Webanwendung eines Shure-Geräts. Die Webanwendung wird in einem Webbrowser geöffnet, um umfassende Geräteverwaltung zu bieten. Jeder Computer, der über ein Netzwerk mit dem Gerät verbunden ist, kann mittels dieser Anwendung auf die grafische Benutzeroberfläche zugreifen.

Kompatible Browser:

  • Chrome
  • Safari
  • Firefox
  • Internet Explorer
  1. Die Anwendung Shure Web Device Discovery installieren, die unter www.shure.com verfügbar ist.
  2. Die Benutzeroberfläche mit einem Doppelklick auf die Komponente starten.

Zugriff auf die Webanwendung

Die Anwendung Shure Web Server Discovery findet alle Shure-Geräte im Netzwerk, die über eine webbasierte GUI verfügen. Zum Installieren der Software und Aufrufen der Webanwendung die folgenden Schritte befolgen:

① Die Anwendung Shure Discovery installieren

Die Anwendung Shure Discovery von www.shure.com herunterladen und installieren. Dabei wird automatisch das erforderliche Device Discovery-Programm Bonjour im Computer installiert.

② Die Verbindung mit dem Netzwerk herstellen

Sicherstellen, dass Computer und Hardware sich im selben Netzwerk befinden.

③ Die Anwendung Discovery starten

Die Anwendung zeigt alle Shure-Geräte mit einer GUI an.

④ Die Hardware bestimmen

Auf ein Gerät doppelklicken, um dessen GUI in einem Webbrowser zu öffnen.

⑤ Die Webanwendung des Geräts als Lesezeichen speichern (empfohlen)

Den DNS-Namen des Geräts als Lesezeichen speichern, damit die GUI ohne die Anwendung Shure Discovery aufgerufen werden kann.

Zugriff auf die Webanwendung ohne die Anwendung Discovery

Wenn die Anwendung Discovery nicht installiert ist, kann durch Eingabe des DNS-Namens in einen Internet-Browser auf die Webanwendung zugegriffen werden. Der DNS-Name ist aus dem Gerätemodell abgeleitet und mit den drei letzten Bytes (sechs Stellen) der MAC-Adresse kombiniert; er endet auf .local.

Beispiel für das Format: Wenn die MAC-Adresse eines Geräts 00:0E:DD:AA:BB:CC lautet, wird der Link wie folgt geschrieben:

ANI4IN: http://ANI4IN-aabbcc.local

ANI4OUT: http://ANI4OUT-aabbcc.local

Firmware-Aktualisierungen

Bei Firmware handelt es sich um die in jede Komponente eingebettete Software, welche die Funktionalität steuert. Zwecks Integration zusätzlicher Funktionen und Verbesserungen werden regelmäßig neue Firmware-Versionen entwickelt. Um diese Designverbesserungen zu nutzen, können neue Firmware-Versionen hochgeladen und mit dem Tool „Shure Update Utility“ installiert werden. Die Software ist unter http://www.shure.com zum Download verfügbar.

Wichtig: Wenn Komponenten von über die Audio-Netzwerkschnittstelle Shure MXW angeschlossen sind, muss ihre Firmware auf einem Gerät aktualisiert werden, bevor die Firmware der Audio-Netzwerkschnittstelle MXW aktualisiert wird. Wenn versucht wird, alle Geräte gleichzeitig zu aktualisieren, wird die Schnittstelle nach der Firmware-Aktualisierung neu starten und damit wird die Verbindung zu den anderen Netzwerk-Komponenten unterbrochen.

Die Firmware wird folgendermaßen aktualisiert:

VORSICHT! Sicherstellen, dass während der Aktualisierung des Geräts eine stabile Netzwerkverbindung besteht. Das Gerät nicht ausschalten, bevor die Aktualisierung abgeschlossen ist.

  1. Das Gerät und den Computer mit dem gleichen Netzwerk verbinden (auf das gleiche Subnetz einstellen).
  2. Das Dienstprogramm Shure Update Utility herunterladen und installieren.
  3. Die Anwendung öffnen.
  4. Auf die Schaltfläche Check For Updates... klicken, um die neuen zum Download verfügbaren Firmware-Versionen anzuzeigen.
  5. Die gewünschte Firmware auswählen und auf Download drücken, um sie in die Firmware-Bibliothek herunterzuladen.
  6. Auf der Registerkarte Update Devices die neue Firmware auswählen und auf Send Updates... drücken, um die Firmware-Aktualisierung zu starten; dadurch wird die auf dem Gerät vorhandene Firmware überschrieben.

Anforderungen für Firmware-Version

Sämtliche Geräte umfassen ein Netzwerk mit mehreren Kommunikationsprotokollen, die zusammenarbeiten, um einwandfreien Betrieb zu gewährleisten. Das empfohlene optimale Verfahren besteht darin, dass alle Geräte über die gleiche Version verfügen. Zur Anzeige der Firmware-Version auf jedem Gerät im Netzwerk die Komponenten-Bedienoberfläche öffnen und unter Settings > About nachsehen.

Das Format für die Firmware von Shure-Geräten ist MAJOR.MINOR.PATCH. (z. B.: 1.6.2, wobei 1 die Major-Firmware-Stufe, 6 die Minor-Firmware-Stufe und 2 die Patch-Firmware-Stufe ist.) Geräte, die im gleichen Subnetz betrieben werden, müssen mindestens über die gleiche MAJOR- und MINOR-Versionsnummern verfügen.

  • Geräte mit verschiedenen MAJOR-Versionsnummern sind nicht kompatibel.
  • Unterschiedliche PATCH-Firmware-Versionen können ungewünschte Unregelmäßigkeiten verursachen.

Kanal-Dienstprogramme

+48 V (Phantomspeisung)

Liefert +48 V Phantomspeisung an den gewählten Kanal

Polaritätsumkehr

Jeder Kanal weist ein Kontrollkästchen zur Umkehr der Polarität des Eingangssignals auf.

Analoger Gain

Justiert den Gain individuell, um den Eingangssignalpegel zu optimieren, bevor das analoge Audio in ein digitales Audio umgewandelt wird.

Digitaler Gain

Justiert den digitalen Signalpegel individuell, um die HF-Signalfeldstärke über dem Netzwerk zu optimieren.

Stummschaltungsgruppen

Das Stummschaltungsgruppe-Kontrollkästchen aktivieren, um den Kanal einer Gruppe hinzuzufügen. Das Stummschalten eines Kanals innerhalb der Stummschaltungsgruppe schaltet alle Kanäle in der Gruppe stumm.

Fadergruppen

Das Fadergruppe-Kontrollkästchen aktivieren, um den Kanal einer Gruppe hinzuzufügen. Sämtliche Fader innerhalb der Gruppe sind miteinander verbunden und bewegen sich zusammen, wenn ein einzelner Fader individuell justiert wird.

Logikschalteranzeige

Leuchtet auf, wenn ein Schalterlogiksignal von der Audio-Netzwerkschnittstelle von einem Mikrofon empfangen wird.

Hinweis: Trifft nur für das Blocksteckermodell zu.

Logik-LED-Anzeige

Leuchtet auf, wenn ein LED-Logiksignal von der Audio-Netzwerkschnittstelle über das Netzwerk von einem Steuerungssystem empfangen wird.

Hinweis: Trifft nur für das Blocksteckermodell zu.

Parametrischer Equalizer

Die Audioqualität kann durch die individuelle Justierung des Frequenzverlaufs mit dem parametrischen Equalizer maximiert werden.

Häufige Equalizer-Anwendungen:

  • Verbesserung der Sprachverständlichkeit
  • Geräuschdämpfung von Heizungs-/Lüftungs-/Klimasystemen oder Videoprojektoren
  • Reduzieren von Unregelmäßigkeiten im Raum
  • Frequenzverlauf für Beschallungssysteme ändern

Einstellen von Filterparametern

Die Filtereinstellungen durch Bearbeiten der Symbole im Diagramm Frequenzverlauf oder Eingabe der Zahlenwerte ändern. Filter werden über das Kontrollkästchen neben dem jeweiligen Filter deaktiviert.

Filtertyp

Nur das erste und das letzte Band haben auswählbare Filtertypen.

Parametrisch: Bedämpft oder verstärkt das Signal innerhalb eines benutzerspezifischen Frequenzbands

Low Cut: Dämpft das Audiosignal unterhalb der ausgewählten Frequenz

Low Shelf: Dämpft oder verstärkt das Audiosignal unterhalb der ausgewählten Frequenz

High Cut: Dämpft das Audiosignal oberhalb der ausgewählten Frequenz

High Shelf: Dämpft oder verstärkt das Audiosignal oberhalb der ausgewählten Frequenz

Frequenz

Auswahl der Frequenz des abzusenkenden/zu verstärkenden Filters

Gain

Ändert den Pegel eines spezifischen Filters (+/–30 dB)

Q-Breite

Ändert die vom Filter veränderte Frequenzbreite. Mit steigendem Wert wird die Bandbreite schmaler.

Equalizer-Anwendungen

Die Akustik in einem Konferenzraum ist von der Größe, der Form und den Baumaterialien abhängig. Die folgende Tabelle gibt Richtwerte.

EQ-Anwendung Vorschläge für die Einstellung
Höhenverstärkung zur Verbesserung der Sprachverständlichkeit Mit einem Hochpassfilter werden Frequenzen über 1 kHz um 3–6 dB verstärkt.
Rauschminderung von Heizungs-/Lüftungs-/Klimasystemen Frequenzen unterhalb von 200 Hz werden mit einem LowCut-Filter bedämpft.
Reduzieren von Flatterechos und Zischlauten Identifizieren der spezifischen Frequenzbreite, die den Raum „anregt“:
  1. Kleinen Q-Wert wählen
  2. Gain auf +10 bis +15 dB erhöhen und dann mit Frequenzen zwischen 1 kHz und 6 kHz experimentieren, um die Flatterechos oder Zischlaute zu finden
  3. Gain (mit –3 bis –6 dB beginnend) um die identifizierte Frequenz reduzieren, um den unerwünschten Raumschall zu minimieren
Reduzieren von hohlem, resonantem Raumschall Identifizieren der spezifischen Frequenzbreite, die den Raum „anregt“:
  1. Kleinen Q-Wert wählen
  2. Gain auf +10 bis +15 dB erhöhen und dann mit Frequenzen zwischen 300 Hz und 900 Hz experimentieren, um die resonante Frequenz zu finden
  3. Gain (mit –3 bis –6 dB beginnend) um die identifizierte Frequenz reduzieren, um den unerwünschten Raumschall zu minimieren

Benutzerspezifische Voreinstellungen

Mit Voreinstellungen können Einstellungen schnell gespeichert und wieder aufgerufen werden. Es können auf jedem Gerät bis zu 10 Voreinstellungen gespeichert werden, um verschiedenen Bestuhlungen gerecht zu werden. Eine Voreinstellung speichert sämtliche Geräteeinstellungen mit Ausnahme von Gerätename, IP-Einstellungen und Kennworten. Das Importieren und Exportieren von Voreinstellungen in neue Installationen spart Zeit und verbessert den Workflow. Wenn ein Preset ausgewählt wird, erscheint der Name über dem Preset-Menü. Wenn Änderungen vorgenommen werden, erscheint neben dem Namen ein Stern.

Hinweis: Die Preset-Standardeinstellungen nutzen, um auf die Werkskonfiguration zurückzusetzen (mit Ausnahme von Gerätename, IP-Einstellungen und Kennworten).

Das Voreinstellungsmenü öffnen, um die Preset-Optionen anzuzeigen:

Als Preset speichern:

Speichert die Einstellungen im Gerät

Als Preset laden:

Öffnet vom Gerät eine Konfiguration

In Datei exportieren:

Lädt eine Preset-Datei von einem Computer auf das Gerät herunter. Dateien können über den Webbrowser ausgewählt werden oder in das Fenster „Import“ gezogen werden.

export to file:

Speichert eine Preset-Datei vom Gerät auf einem Computer

Ereignisprotokoll

Das Ereignisprotokoll enthält eine detaillierte Aufzeichnung der Aktivität ab dem Einschaltzeitpunkt des Geräts. Das Protokoll erfasst bis zu 1000 Aktivitätseinträge und versieht sie mit Zeitstempeln (relativ zum letzten Aus- und Einschalten). Die Einträge werden im internen Speicher gespeichert und werden nicht gelöscht, wenn das Gerät aus- und eingeschaltet wird. Die Exportieren-Funktion erzeugt ein Dokument im CSV-Format (durch Kommas voneinander getrennte Werte), um die Protokolldaten zu speichern und zu sortieren.

Bei der Störungssuche oder Inanspruchnahme der Shure-Abteilung Systems Support sind die Details in dieser Protokolldatei zu beachten.

So wird das Ereignisprotokoll angezeigt:

  1. Das Help-Menü öffnen
  2. Ereignisprotokoll ansehen auswählen

Schweregrad

Information

Eine Aktion oder ein Ereignis wurde erfolgreich abgeschlossen

Achtung

Eine Aktion kann nicht abgeschlossen werden, aber die allgemeine Funktionalität ist stabil

Fehler

Es ist ein Problem aufgetreten, das die Funktionsfähigkeit behindern könnte.

Protokolldetails

Beschreibung

Stellt Details zu Ereignissen und Fehlern bereit, darunter die IP-Adresse und die Subnetzmaske.

Zeitstempel

Aus- und Anschalten:Tage:Stunden:Minuten:Sekunden seit dem letzten Hochfahren.

Ereigniskennung

Bezeichnet den Ereignistyp für die interne Referenz.

Tipp: Den Filter nutzen, um die Ergebnisse zu beschränken. Zum Sortieren des Protokolls eine Kategorieüberschrift auswählen.

Pegel und Pegelanzeige

Eingangspegel ändern

Stellen Sie vor dem Start sicher, dass die Pegel der Analoggeräte mit variablen Ausgangspegeln mit dem Nennpegel arbeiten.

Der analoge Gain justiert den Audiosignalpegel vor der Umwandlung von analog in digital. Er kann in Schritten von 3 dB um bis zu 51 dB erhöht werden.

  1. Stellen Sie die Metering in der Werkzeugleiste oben im Arbeitsplatz auf Pre-fader, um die analogen Pegelstände zu überwachen.
  2. Wählen Sie zum Öffnen des Faders den analogen Gainwert aus.
  3. Passen Sie die Einstellung des analogen Gain an den Eingangssignalpegel an. Stellen Sie mit den Markierungen des Verstärkungsbereichs am Fader die angemessene Gaindifferenz ein:
    Schallquelle Gain-Bereich
    Line (+4 dBu) 0 bis +9 dB
    Aux (–10 dBV) +9 bis +21 dB
    Mikrofon (variabel) +21 bis +51 dB
  4. Die Spitzenwerte sollten zwischen –18 dB und –9 dB liegen.

    Hinweis: Wir empfehlen, noch etwas Aussteuerungsreserve zu lassen, damit es nicht zum Übersteuern kommt, wenn mobile Geräte mit bestimmten Kanälen verbunden werden.

Ausgangspegel einstellen

Die Ausgangspegel werden vom Fader Digitaler Gain (dB) gesteuert. Justieren Sie immer erst den Eingangs-Gain (analog) und dann den Ausgangsgain (digital) an. In den meisten Fällen führt die korrekte Einstellung des analogen Gains zu einem angemessenen Ausgangspegel. Bei Quellen mit ruhigem Signal, wie unempfindliche Mikrofone, muss möglicherweise der Digitaler Gain (dB) leicht angepasst werden. Befolgen Sie bei Anpassung des Faders Digitaler Gain (dB) die folgenden Schritte:

  1. Stellen Sie die Metering in der Werkzeugleiste oben im Arbeitsplatz auf Post-fader.
  2. Justieren Sie den Fader Digitaler Gain (dB) individuell.
  3. Wird Summierung verwendet, mischen Sie die Kanalpegel mit den Digitaler Gain (dB)-Fadern.

Optionen für die Pegelanzeige (Pre-Fader und Post-Fader)

Es gibt zwei Monitoring-Modi, damit die Eingangs- und Ausgangssignale separat betrachtet werden können.

Pre-Fader (analoger Eingangspegel)

Die Pegelanzeige des Pre-Faders zeigt den Signalpegel an, bevor er den digitalen Gain-Fader erreicht, an. So kann bei jedem Kanal der Pegel des Eingangsignals optimiert werden. Analoge Gain-Anpassungen beeinflussen die Pegelanzeige, wenn sie auf Pre-Fader eingestellt ist. Digitale Gain-Anpassungen haben keinen Einfluss.

Wichtig: Kann das Eingangssignal eingestellt werden (z. B. bei drahtlosen Mikrofonsystemen), müssen Sie überprüfen, ob es sich auf dem Nominalpegel befindet, bevor der analoge Gain an der Audio-Netzwerkschnittstelle angepasst wird.

Post-Fader (digitaler Ausgangspegel)

Die Pegelanzeige des Post-Faders zeigt den Signalpegel am Ende der Signalkette an. Darin sind sowohl analoger als auch digitaler Gain enthalten. Mit dieser Einstellung können Sie die Pegel anzeigen, die über das Dante-Netzwerk verschickt werden.

Logic and Control Systems

Logik-Anwendungen

Die Blocksteckermodellvariante (ANI4IN-BLOCK) beinhaltet drei Logiksignalanschlüsse. Logiksignale werden in Ethernet-Befehlszeichenfolgen umgewandelt und von jedem Gerät (wie etwa ein Echokompensator oder Steuerungssystem) gesendet und empfangen, das Ethernet-Befehlszeichenfolgen unterstützt.

In dieser Darstellung sind die Microflex®-Mikrofone MX392 und MX396 von Shure an die Audio-Netzwerkschnittstellen angeschlossen. Die Mute-Taste an jedem Mikrofon sendet ein Logiksignal (Schalter), um andere Audiogeräte stummzuschalten. Die Mikrofone empfangen Logiksignale (LED), damit das LED-Verhalten des Mikrofons den Zustand des gesamten Audiosystems widerspiegelt.

ANI4IN MicroflexAdvance™-Befehlszeichenfolgen

Dieses Dokument kann auch unter folgender Adresse gefunden werden: http://shure.custhelp.com/app/answers/detail/a_id/6061

Dieses Gerät ist über Ethernet an ein Steuerungssystem, wie etwa AMX, Crestron oder Extron angeschlossen.

Verbindung: Ethernet (TCP/IP; „Client“ im AMX/Crestron-Programm auswählen)

Anschluss: 2202

Konventionen

Das Gerät weist 4 Arten von Zeichenfolgen auf:

GET

Findet den Zustand eines Parameters heraus. Nachdem das AMX/Crestron einen GET-Befehl sendet, antwortet das ANI4IN mit einer REPORT-Zeichenfolge

SET

Verändert den Zustand eines Parameters. Nachdem das AMX/Crestron einen SET-Befehl sendet, antwortet das ANI4IN mit einer REPORT-Zeichenfolge, um den neuen Wert des Parameters anzuzeigen.

REP

Wenn das ANI4IN einen GET- oder SET-Befehl empfängt, antwortet es mit einem REPORT-Befehl, um den Zustand des Parameters anzuzeigen. REPORT wird außerdem vom ANI4IN gesendet, wenn ein Parameter am ANI4IN oder über die grafische Benutzeroberfläche geändert wird.

SAMPLE

Wird zur Pegelanzeige der Audiopegel genutzt.

Alle gesendeten und empfangenen Meldungen sind in ASCII codiert. Es ist zu beachten, dass die Pegel- und Gain-Anzeigen ebenfalls in ASCII codiert sind

Die meisten Parameter senden einen REPORT-Befehl, wenn sie sich ändern. Somit ist es nicht erforderlich, fortwährend Parameter abzufragen. Das ANI4IN sendet einen REPORT-Befehl, wenn sich irgendeiner dieser Parameter ändert.

Das Zeichen „x“ in sämtlichen der folgenden Zeichenfolgen repräsentiert den Kanal des ANI4IN, und es können ASCII-Ziffern 0 bis 4 wie in der folgenden Tabelle sein

0 Alle Kanäle
1 bis 4 Einzelne Kanäle

Befehlszeichenfolgen (allgemein)

Alle abrufen
Befehlszeichenfolge:

< GET x ALL >

Wobei x die ASCII-Kanalnummer ist: 0 bis 4. Diesen Befehl beim ersten Einschalten verwenden, um den Zustand aller Parameter zu aktualisieren.
ANI4IN-Antwort:

< REP ... >

Das ANI4IN antwortet mit individuellen Report-Zeichenfolgen für sämtliche Parameter.
Modellnummer abrufen
Befehlszeichenfolge:

< GET MODEL >

ANI4IN-Antwort:

< REP MODEL {yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy} >

Wobei yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy 32 Zeichen der Modellnummer darstellen. Das ANI4IN antwortet stets mit einer 32 Zeichen langen Modellnummer.
Seriennummer abrufen
Befehlszeichenfolge:

< GET SERIAL_NUM >

MZA910-Antwort:

< REP SERIAL_NUM {yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy} >

Wobei yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy 32 Zeichen der Seriennummer darstellen. Das ANI4IN antwortet stets mit einer 32 Zeichen langen Seriennummer.
Firmwareversion abrufen
Befehlszeichenfolge:

< GET FW_VER >

ANI4IN-Antwort:

< REP FW_VER {yyyyyyyyyyyyyyyyyy} >

Wobei yyyyyyyyyyyyyyyyyy 18 Zeichen lang ist. Das ANI4IN antwortet stets mit 18 Zeichen.
Audio-IP-Adresse abrufen
Befehlszeichenfolge:

< GET IP_ADDR_NET_AUDIO_PRIMARY >

ANI4IN-Antwort:

< REP IP_ADDR_NET_AUDIO_PRIMARY {yyyyyyyyyyyyyyy} >

Wobei yyyyyyyyyyyyyyy eine 15 Stellen lange IP-Adresse darstellt.
Audio-Subnetz-Adresse abrufen
Befehlszeichenfolge:

< GET IP_SUBNET_NET_AUDIO_PRIMARY >

ANI4IN-Antwort:

< REP IP_SUBNET_NET_AUDIO_PRIMARY {yyyyyyyyyyyyyyy} >

Wobei yyyyyyyyyyyyyyy eine 15 Stellen lange Subnetz-Adresse darstellt.
Audio-Gateway-Adresse abrufen
Befehlszeichenfolge:

< GET IP_GATEWAY_NET_AUDIO_PRIMARY >

ANI4IN-Antwort:

< REP IP_GATEWAY_NET_AUDIO_PRIMARY {yyyyyyyyyyyyyyy} >

Wobei yyyyyyyyyyyyyyy eine 15 Stellen lange Gateway-Adresse darstellt.
Kanalnamen abrufen
Befehlszeichenfolge:

< GET x CHAN_NAME >

Wobei x die ASCII-Kanalnummer ist: 0 bis 4.
ANI4IN-Antwort:

< REP x CHAN_NAME {yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy} >

Wobei yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy 31 Zeichen des Benutzernamens darstellen. Das ANI4IN antwortet stets mit einem 31 Zeichen langen Namen.
Geräte-Kennnummer abrufen
Befehlszeichenfolge:

< GET DEVICE_ID >

Der Befehl Geräte-Kennnummer enthält nicht das Kanalzeichen x, da er für das ganze ANI4IN gilt.
ANI4IN-Antwort:

< REP DEVICE_ID {yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy} >

Wobei yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy 31 Zeichen der Geräte-Kennnummer darstellen. Das ANI4IN antwortet stets mit einer 31 Zeichen langen Geräte-Kennnummer.
Voreinstellung abrufen
Befehlszeichenfolge:

< GET PRESET >

ANI4IN-Antwort:

< REP PRESET nn >

Wobei nn die Voreinstellung-Nummer 01–10 ist.
Voreinstellung einstellen
Befehlszeichenfolge:

< SET PRESET nn >

Wobei nn die Voreinstellung-Nummer 1–10 ist. (Die führende Null ist bei Verwendung des SET-Befehls optional).
ANI4IN-Antwort:

< REP PRESET nn >

Wobei nn die Voreinstellung-Nummer 01–10 ist.
Voreinstellung-Name abrufen
Befehlszeichenfolge:

< GET PRESET1 >

< GET PRESET2 >

< GET PRESET3 >

usw.

Einen dieser Befehle an das ANI4IN senden.
ANI4IN-Antwort:

< REP PRESET1 {yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy} >

< REP PRESET2 {yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy} >

< REP PRESET3 {yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy} >

usw.

Wobei yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy 25 Zeichen der Geräte-Kennnummer darstellen. Das ANI4IN antwortet stets mit einer 25 Zeichen langen Geräte-Kennnummer
Digitale Audioverstärkung abrufen
Befehlszeichenfolge:

< GET x AUDIO_GAIN_HI_RES >

Wobei x die ASCII-Kanalnummer ist: 0 bis 4.
ANI4IN-Antwort:

< REP x AUDIO_GAIN_HI_RES yyyy >

Wobei yyyy die ASCII-Werte von 0000 bis 1400 annimmt. yyyy ist in Schritten von einem Zehntel eines dB.
Digitale Audioverstärkung einstellen
Befehlszeichenfolge:

< SET x AUDIO_GAIN_HI_RES yyyy >

Wobei x die ASCII-Kanalnummer ist: 1 bis 4. Wobei yyyy die ASCII-Werte von 0000 bis 1400 annimmt. yyyy ist in Schritten von einem Zehntel eines dB.
ANI4IN-Antwort:

< REP x AUDIO_GAIN_HI_RES yyyy >

Wobei yyyy die ASCII-Werte von 0000 bis 1400 annimmt.
Digitale Audioverstärkung um n dB erhöhen
Befehlszeichenfolge:

< SET x AUDIO_GAIN_HI_RES INC nn >

Wobei x die ASCII-Kanalnummer ist: 1 bis 4. Wobei nn die Anzahl in Ein-Zehntel eines dB zur Erhöhung des Gain ist. nn kann eine einstellige (n), zweistellige (nn) oder dreistellige (nnn) Ziffer sein.
ANI4IN-Antwort:

< REP x AUDIO_GAIN_HI_RES yyyy >

Wobei yyyy die ASCII-Werte von 0000 bis 1400 annimmt.
Digitale Audioverstärkung um n dB absenken
Befehlszeichenfolge:

< SET x AUDIO_GAIN_HI_RES DEC nn >

Wobei x die ASCII-Kanalnummer ist: 1 bis 4. Wobei nn die Anzahl in Ein-Zehntel eines dB zur Absenkung des Gain ist. nn kann eine einstellige (n), zweistellige (nn) oder dreistellige (nnn) Ziffer sein.
ANI4IN-Antwort:

< REP x AUDIO_GAIN_HI_RES yyyy >

Wobei yyyy die ASCII-Werte von 0000 bis 1280 annimmt.
Analoge Audioverstärkung abrufen
Befehlszeichenfolge:

< GET x AUDIO_GAIN >

Wobei x die ASCII-Kanalnummer ist: 0 bis 4.
ANI4IN-Antwort:

< REP x AUDIO_GAIN yy >

Wobei yy die ASCII-Werte von 00 bis 51 annimmt. yy ist in Schritten von einem dB.
Analoge Audioverstärkung einstellen
Befehlszeichenfolge:

< SET x AUDIO_GAIN yy >

Wobei x die ASCII-Kanalnummer ist: 1 bis 4. Wobei yy die ASCII-Werte von 00 bis 51 annimmt. yy ist in Schritten von einem dB.
ANI4IN-Antwort:

< REP x AUDIO_GAIN yy >

Kanal-Audio-Mute abrufen
Befehlszeichenfolge:

< GET x AUDIO_MUTE >

Wobei x die ASCII-Kanalnummer ist: 0 bis 4.
ANI4IN-Antwort:

< REP x AUDIO_MUTE ON >

< REP x AUDIO_MUTE OFF >

Das ANI4IN antwortet mit einer dieser Zeichenfolgen.
Kanal-Audio-Stummschaltung
Befehlszeichenfolge:

< SET x AUDIO_MUTE ON >

ANI4IN-Antwort:

< REP x AUDIO_MUTE ON >

Kanal-Audio-Stummschaltung aufheben
Befehlszeichenfolge:

< SET x AUDIO_MUTE OFF >

ANI4IN-Antwort:

< REP x AUDIO_MUTE OFF >

Kanal-Audio-Stummschaltung umschalten
Befehlszeichenfolge:

< SET x AUDIO_MUTE TOGGLE >

ANI4IN-Antwort:

< REP x AUDIO_MUTE ON >

< REP x AUDIO_MUTE OFF >

Das ANI4IN antwortet mit einer dieser Zeichenfolgen.
Blinken der Leuchten am ANI4IN
Befehlszeichenfolge:

< SET FLASH ON >

< SET FLASH OFF >

Einen dieser Befehle an das ANI4IN senden. Das Blinken schaltet sich automatisch nach 30 Sekunden ab.
ANI4IN-Antwort:

< REP FLASH ON >

< REP FLASH OFF >

Das ANI4IN antwortet mit einer dieser Zeichenfolgen.
Pegelanzeige einschalten
Befehlszeichenfolge:

< SET METER_RATE sssss >

Wobei sssss die Pegelanzeigegeschwindigkeit in Millisekunden ist. Einstellen von sssss=0 schaltet die Pegelanzeige aus. Die Minimaleinstellung ist 100 Millisekunden. Die Pegelanzeige ist in der Voreinstellung ausgeschaltet.
ANI4IN-Antwort:

< REP METER_RATE sssss >

< SAMPLE aaa bbb ccc ddd >

Wobei aaa, bbb usw. der Wert des empfangenen Audiopegels ist und 000–060 beträgt.

aaa = Ausgang 1

bbb = Ausgang 2

ccc = Ausgang 3

ddd = Ausgang 4

Pegelanzeige beenden
Befehlszeichenfolge:

< SET METER_RATE 0 >

Ein Wert von 00000 ist ebenfalls akzeptabel.
ANI4IN-Antwort:

< REP METER_RATE 00000 >

Sig/Überst-LED abrufen
Befehlszeichenfolge:

< GET x LED_COLOR_SIG_CLIP >

Wobei x die ASCII-Kanalnummer ist: 0 bis 4. Es ist nicht notwendig, diesen Befehl fortwährend zu senden. Das ANI4IN sendet immer dann eine REPORT-Meldung, wenn sich der Zustand verändert.
ANI4IN-Antwort:

< REP x LED_COLOR_SIG_CLIP OFF >

< REP x LED_COLOR_SIG_CLIP GREEN >

< REP x LED_COLOR_SIG_CLIP AMBER >

< REP x LED_COLOR_SIG_CLIP RED >

Das ANI4IN antwortet mit einer dieser Zeichenfolgen. Dies stimmt mit den Sig/Überst-LEDs an der Vorderseite des ANI4IN überein.
LED-Helligkeit abrufen
Befehlszeichenfolge:

< GET LED_BRIGHTNESS >

ANI4IN-Antwort:

< REP LED_BRIGHTNESS n >

Wobei n die folgenden Werte annehmen kann:

0 = LED deaktiviert

1 = LED dunkel

2 = LED-Voreinstellungen

LED-Helligkeit einstellen
Befehlszeichenfolge:

< SET LED_BRIGHTNESS n >

Wobei n die folgenden Werte annehmen kann:

0 = LED deaktiviert

1 = LED dunkel

2 = LED-Voreinstellungen

ANI4IN-Antwort:

< REP LED_BRIGHTNESS n >

Status der Phantomspeisung abfragen
Befehlszeichenfolge:

< GET x PHANTOM_PWR_ENABLE >

ANI4IN-Antwort:

< REP x PHANTOM_PWR_ENABLE ON >

< REP x PHANTOM_PWR_ENABLE OFF >

Das ANI4IN antwortet mit einer dieser Zeichenfolgen.
Phantomspeisung einschalten
Befehlszeichenfolge:

< SET x PHANTOM_PWR_ENABLE ON >

ANI4IN-Antwort:

< REP x PHANTOM_PWR_ENABLE ON >

Phantomspeisung ausschalten
Befehlszeichenfolge:

< SET x PHANTOM_PWR_ENABLE OFF >

ANI4IN-Antwort:

< REP x PHANTOM_PWR_ENABLE OFF >

Mikrofonlogikschalter-Ausgang abfragen
Befehlszeichenfolge:

< GET x HW_GATING_LOGIC >

Wobei x die ASCII-Kanalnummer ist: 0 bis 4. Es ist nicht notwendig, diesen Befehl fortwährend zu senden. Das ANI4IN sendet immer dann eine REPORT-Meldung, wenn sich der Zustand verändert.
ANI4IN-Antwort:

< REP x HW_GATING_LOGIC ON >

< REP x HW_GATING_LOGIC OFF >

Das ANI4IN antwortet mit einer dieser Zeichenfolgen.
Mikrofonlogik-LED-Eingang abfragen
Befehlszeichenfolge:

< GET x CHAN_LED_IN_STATE >

Wobei x die ASCII-Kanalnummer ist: 0 bis 4.
ANI4IN-Antwort:

< REP x CHAN_LED_IN_STATE ON >

< REP x CHAN_LED_IN_STATE OFF >

Das ANI4IN antwortet mit einer dieser Zeichenfolgen.
Mikrofonlogik-LED-Eingang einstellen
Befehlszeichenfolge:

< SET x CHAN_LED_IN_STATE ON >

< SET x CHAN_LED_IN_STATE OFF >

Einen dieser Befehle an das ANI4IN senden.
ANI4IN-Antwort:

< REP x CHAN_LED_IN_STATE ON >

< REP x CHAN_LED_IN_STATE OFF >

Das ANI4IN antwortet mit einer dieser Zeichenfolgen.

Netzwerke und Dante

Digital-Audio-Vernetzung

Dantetm-Digital-Audio wird über Standard-Ethernet unter Verwendung von standardmäßigen Internetprotokollen übertragen. Dante bietet niedrige Latenz, präzise Taktsynchronisation und hohe Dienstgüte (QoS) für die zuverlässige Audio-Übertragung an eine Vielzahl von Dante-Geräten. Dante-Audio kann sicher im selben Netzwerk mit IT- und Steuerungsdaten existieren oder zur Nutzung eines eigenen Netzwerks konfiguriert werden.

Switch-Empfehlungen für Dante-Vernetzung

Zusätzlich zu den grundlegenden Anforderungen für Vernetzung sollten Dante-Audio-Netzwerke einen Gigabit-Netzwerk-Switch oder -Router mit den folgenden Merkmalen verwenden:

  • Gigabit-Anschlüsse
  • Dienstgüte (QoS) mit 4 Warteschlangen
  • Dienstgüte (QoS) Diffserv (DSCP) mit strikter Priorität
  • Empfohlen: Ein Managed Switch, der detaillierte Informationen über die Funktionsweise aller Netzwerkverbindungen liefert (Anschlussgeschwindigkeit, Fehlerzähler, Bandbreitennutzung)

Dante-Übertragungsflüsse

Dieses Gerät unterstützt bis zu zwei Übertragungsflüsse und zwei Empfangsflüsse. Ein einzelner Fluss besteht aus bis zu vier Kanälen durch entweder eine Unicast- oder eine Multicast-Übertragung.

  • Ein Unicast-Fluss ist eine Point-to-Point-Verbindung zwischen zwei Geräten, wobei bis zu vier Kanäle pro Fluss unterstützt werden.
  • Ein Multicast-Fluss ist eine Eins-an-Mehrere-Übertragung, die das Senden von bis zu vier Kanälen an mehrere empfangende Geräte über das Netzwerk hinweg unterstützt.

Shure-Geräte-Anwendungen

Dieses Gerät kann mit bis zu zwei Dante-Geräten verbunden werden.

Die MXA310, ANI22, ANIUSB-MATRIX und ANI4IN von Shure unterstützen Multicast-Übertragung. Dies bedeutet, dass Flüsse an mehrere Geräte übertragen werden können – so viele wie das Netzwerk unterstützen kann. Wenn Unicast-Flüsse genutzt werden, kann jedes dieser Geräte mit bis zu zwei Dante-Geräten verbunden werden.

Das ANI4OUT von Shure kann mit bis zu zwei Dante-Sendegeräten verbunden werden.

QoS-Einstellungen (Dienstgüte)

QoS-Einstellungen weisen spezifischen Datenpaketen im Netzwerk Prioritäten zu und garantieren so in großen Netzwerken mit viel Datenverkehr die zuverlässige Audiobereitstellung. Diese Funktion ist für die meisten verwalteten Netzwerk-Switches verfügbar. Das Einrichten der QoS-Einstellungen ist nicht zwingend erforderlich, wird jedoch empfohlen.

Hinweis: Änderungen müssen mit dem Netzwerk-Administrator koordiniert werden, um Unterbrechungen des Dienstes zu verhindern.

Zur Zuweisung von QoS-Werten wird die Switch-Schnittstelle geöffnet und die folgende Tabelle zur Zuweisung von Dante-assoziierten Warteschlangenwerten verwendet.

  • Zeitkritischen Point-to-Point(-Übertragung)-Ereignissen sollten möglichst hohe Werte (in diesem Beispiel 4) zugewiesen werden.
  • Alle verbleibenden Pakete erhalten absteigende Prioritätswerte.

Prioritätswerte für Dante QoS

Priorität Verwendung DSCP-Etikett Hex Dezimal Binär
Hoch (4) Zeitkritische Point-to-Point(-Übertragung)-Ereignisse CS7 0 x 38 56 111000
Mittel (3) Audio, PTP EF 0x2E 46 101110
Niedrig (2) (reserviert) CS1 0 x 08 8 001000
Kein (1) Anderer Datenverkehr BestEffort 0 x 00 0 000000

Hinweis: Das Switch-Management unterscheidet sich möglicherweise in Abhängigkeit von Hersteller und Switch-Typ. Spezifische Konfigurationsdetails sind in den Produkthinweisen des Herstellers zu finden.

Weitere Informationen zu Dante-Anforderungen und -Netzwerkfunktionen gibt es auf www.audinate.com.

Netzwerk-Terminologie

PTP (Precision Time Protocol): Zur Synchronisierung der Uhren im Netzwerk verwendet

DSCP (Differentiated Services Code Point): Standardisierte Kennzeichnungsmethode für Daten, die bei der Layer 3-QoS-Priorisierung verwendet werden

Paket-Brücke

Die Paket-Brücke versetzt eine externe Steuereinheit in die Lage, IP-Informationen von der Steuerschnittstelle eines Shure-Geräts zu erlangen. Zum Zugriff auf die Paket-Brücke muss eine externe Steuereinheit ein Anfragepaket über Unicast UDP* an Port 2203 an der Dante-Schnittstelle des Shure-Geräts senden.

  1. Ein UDP-Paket mit Nutzdaten von mindestens 1 Byte senden.

    Hinweis: Die höchstzulässige Länge der Nutzdaten beträgt 140 Byte. Jeglicher Inhalt ist zulässig.

  2. Das Shure-Gerät sendet ein Antwortpaket über Unicast UDP an die Steuereinheit, wobei ein Ziel-UDP-Port genutzt wird, der dem Quell-Port des Anfragepakets entspricht. Die Nutzdaten des Antwortpakets folgen diesem Format:
    Byte Inhalt
    0–3 IP-Adresse, als 32 Bit lange vorzeichenlose Ganzzahl in Netzwerkfolge
    4–7 Subnetzmaske, als 32 Bit lange vorzeichenlose Ganzzahl in Netzwerkfolge
    8–13 MAC-Adresse, als 6 Byte langes Array

    Hinweis: Das Shure-Gerät sollte in einem typischen Netzwerk in weniger als einer Sekunde eine Antwort liefern. Falls keine Antwort erfolgt, versuchen, die Anfrage nach Überprüfung der Ziel-IP-Adresse und -Port-Nummer erneut zu senden.

*UDP: User Datagram-Protokoll

Wichtige Produktinformationen

Das Gerät ist für den Gebrauch bei Profi-Audioanwendungen vorgesehen.

Hinweis: Dieses Gerät darf nicht direkt an ein öffentliches Internet-Netzwerk angeschlossen werden.

Konformität in Bezug auf die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) mit E2-Umgebung: Gewerbe- und Leichtindustriegebiete. Die Prüfung beruht auf der Verwendung der mitgelieferten und empfohlenen Kabeltypen. Bei Verwendung von nicht abgeschirmten Kabeltypen kann die elektromagnetische Verträglichkeit beeinträchtigt werden.

Nicht ausdrücklich von Shure genehmigte Änderungen oder Modifikationen können den Entzug der Betriebsgenehmigung für das Gerät zur Folge haben.

Konformitätskennzeichnung Industry Canada ICES-003: CAN ICES-3 (B)/NMB-3(B)

Genehmigt unter der Verifizierungsvorschrift der FCC Teil 15B.

Bitte befolgen Sie die regionalen Recyclingverfahren für Akkus, Verpackungsmaterial und Elektronikschrott.

Informationen für den Benutzer

Dieses Gerät wurde geprüft und entspricht demnach den Grenzwerten für ein digitales Gerät der Klasse B gemäß Teil 15 der Richtlinien der US-Fernmeldebehörde (FCC). Diese Vorgaben sollen einen angemessenen Schutz gegen störende Interferenzen in Wohngebieten bieten. Dieses Gerät kann HF-Energie abstrahlen; wenn es nicht gemäß den Anweisungen installiert und verwendet wird, kann es störende Interferenzen mit dem Funkverkehr verursachen. Allerdings wird nicht gewährleistet, dass es bei einer bestimmten Installation keine Interferenzen geben wird. Wenn dieses Gerät störende Interferenzen beim Radio- und Fernsehempfang verursacht (was durch Aus- und Anschalten des Geräts festgestellt werden kann), wird dem Benutzer nahe gelegt, die Interferenz durch eines oder mehrere der folgenden Verfahren zu beheben:

  • Die Empfangsantenne anders ausrichten oder anderswo platzieren.
  • Den Abstand zwischen dem Gerät und dem Empfänger vergrößern.
  • Unterschiedliche Netzsteckdosen für den Verstärker und die gestörten Geräte nutzen.
  • Den Händler oder einen erfahrenen Radio- und Fernsehtechniker zu Rate ziehen.

Die CE-Konformitätserklärung ist erhältlich bei: www.shure.com/europe/compliance

Bevollmächtigter Vertreter in Europa:

Shure Europe GmbH

Zentrale für Europa, Nahost und Afrika

Abteilung: EMEA-Zulassung

Jakob-Dieffenbacher-Str. 12

75031 Eppingen, Deutschland

Telefon: +49 7262 9249-0

Telefax: +49 7262 9249-114

E-Mail: info@shure.de

Dieses Produkt entspricht den Grundanforderungen aller relevanten Richtlinien der Europäischen Union und ist zur CE-Kennzeichnung berechtigt.

Die CE-Konformitätserklärung kann von Shure Incorporated oder einem der europäischen Vertreter bezogen werden. Kontaktinformationen sind im Internet unter www.shure.com zu finden.

Technische Daten

Eingänge

ANI4IN-XLR (4) XLR-Stecker
ANI4IN-BLOCK (4) 6-Pin-Blockstecker

Phantomspeisung

auswählbar pro Kanal

+48  V

Logikanschlüsse (Nur Blockstecker)

als Ethernet-Befehlszeichenfolgen gesendet

LED(+5 V), Schalter

Polarität

Nichtinvertierend, beliebiger Eingang an beliebigen Ausgang

Ausgang

(1) RJ45

Versorgungsspannungen

Power over Ethernet (PoE), Klasse 0

Stromverbrauch

10W, Maximum

Gewicht

672  g (1,5 lbs)

Gesamtabmessungen

H x B x T

4 x 14 x 12,8 cm (1,6 x 5,5 x 5,0 mm)

Steueranwendung

HTML5 Browser-basiert

Betriebstemperaturbereich

−6,7°C (20°F) bis 40°C (104°F)

Lagerungstemperaturbereich

−29°C (-20°F) bis 74°C (165°F)

Audio

Frequenzgang

20 bis 20,000 Hz

Dante-Digitalausgang

Kanalanzahl 4
Abtastrate 48 kHz
Bittiefe 24

Latenz

Does not include Dante latency

0,35 ms

Analoger Gain Bereich

verstellbar in Schritten von 3 dB

51 dB

Dynamikbereich (Analog-zu-Dante)

20 Hz bis 20 kHz, A-bewertet, typisch

113 dB

Äquivalentes Eingangsrauschen

20 Hz bis 20 kHz, A-bewertet, Eingang abgeschlossen mit 150 Ω

Analog Gain-Einstellung= +0 dB -93 dBV
Analog Gain-Einstellung= +27 dB -119 dBV
Analog Gain-Einstellung= +51 dB -130 dBV

Gesamtklirrfaktor

bei 1 kHz, 0 dBV Eingang, 0 dB Analoger Gain

<0,05%

Gleichtaktunterdrückungs-Verhältnis

150 Ω symmetrische Quelle bei 1 kHz

>70 dB

Impedanz

5 kΩ

Eingang Konfiguration

Aktiv symmetrisch

Eingang Begrenzungspegel

Analog Gain-Einstellung= +0 dB +20 dBV
Analog Gain-Einstellung= +27 dB -7 dBV
Analog Gain-Einstellung= +51 dB -31 dBV

Integriert Digitalsignalverarbeitung

Pro Kanal Equalizer (4-Band-parametrisch), Stummschaltung, Polarität umkehren, Gain (140 dB Bereich)
System Audio-Summierung

Vernetzung

Voraussetzungen für Kabel

Cat 5e oder höher (Abgeschirmtes Kabel empfohlen)

IP-Anschlüsse und -Protokolle

Shure-Steuerung

Anschluss TCP/UDP Protokoll Beschreibung Werksvoreinstellung
21 tcp FTP Für Firmware-Updates erforderlich (ansonsten geschlossen) Geschlossen
22 tcp SSH Nicht unterstützt Geschlossen
23 tcp Telnet Standard-Konsolenschnittstelle Geschlossen
68 udp DHCP Dynamic Host Configuration-Protokoll Öffnen
80* tcp HTTP Zum Starten eines eingebetteten Webservers erforderlich Öffnen
427 tcp/udp SLP Für die Kommunikation zwischen Geräten erforderlich Öffnen
443 tcp HTTPS Nicht unterstützt Geschlossen
161 tcp SNMP Nicht unterstützt Geschlossen
162 tcp SNMP Nicht unterstützt Geschlossen
2202 tcp ASCII Für Steuerzeichenfolgen von Drittanbietern erforderlich Öffnen
5353 udp mDNS Für Device Discovery erforderlich Öffnen
5568 udp SDT Für die Kommunikation zwischen Geräten erforderlich Öffnen
8023 tcp Telnet Debug-Konsolenschnittstelle Kennwort
8180* tcp HTML Für Webanwendung erforderlich Öffnen
8427 udp Multicast SLP Für die Kommunikation zwischen Geräten erforderlich Öffnen
64000 tcp Telnet Für Shure-Firmware-Update erforderlich Öffnen

Dante Audio und Controller

Anschluss TCP/UDP Protokoll Beschreibung
162 udp SNMP Von Dante verwendet
[319–320]* udp PTP Dante-Taktgebung
2203 udp Benutzerspezifisch Für Paket-Brücke erforderlich
4321, 14336–14600 udp Dante Dante-Audio
[4440, 4444, 4455]* udp Dante Dante-Audioführung
5353 udp mDNS Von Dante verwendet
[8700–8706, 8800]* udp Dante Dante-Steuerung und -Monitoring
8751 udp Dante Dante Controller
16000–65536 udp Dante Von Dante verwendet

*Diese Anschlüsse müssen auf dem PC oder Steuersystem offen sein, damit durch eine Firewall auf das Gerät zugegriffen werden kann.

Für diese Protokolle ist Multicast erforderlich. Sicherstellen, dass Multicast für Ihr Netzwerk richtig konfiguriert wurde.

Zubehör

Mitgeliefertes Zubehör

Befestigungsteilesatz (XLR-Modell)

90A29254

Befestigungsteilesatz (Blocksteckermodell)

90B29252

Montagehalterung (1/3 Höheneinheit)

53A27742

Optionales Zubehör und Ersatzteile

19-Zoll-Rackfach

CRT1